Montag, 11. April 2011

Space and Other Oddities

10 records that will look good on your shelf and sound good to your ears:

David Bowie - Space Oddity (1972)
Run DMC - Tougher Than Leather (1988)
Stereo Total - Oh Ah (1995)
Thelonious Monk - Solo Monk (1965)
Big Youth - Natty Cultural Dread (1976)
Can - Delay 1968 (1981)
J.J. Burnel - Euroman Cometh (1979)
Showbiz & A.G. - Runaway Slave (1992)
Gil Scott-Heron - Small Talk at 125th and Lenox (1970)
Kinderzimmer Productions - Die Hohe Kunst der Tiefen Schläge (1999)

Donnerstag, 7. April 2011

Dracula Is Only the Beginning


Eigentlich sollte ich ja eine Hausarbeit schreiben... Stattdessen kann ich mich nicht davon abhalten, gebannt der imposanten Debüt-LP einer Band zu lauschen, die sich selbst den unverschämt hippen Namen COOLRUNNINGS verpasst hat. Der kreative Rudelsführer der 7-köpfigen Bande aus Knoxville, Tennessee ist Brandon Biondo aka WALSH, der sich in den letzten Monaten durch eine Vielzahl an Projekten zu einer person to look out for gemacht hat. Bereits im letzten Jahr verschafften sich die COOLRUNNINGS ein paar Minuten Internet-Fame durch dieses todesgute Cover zu ihrer Babes Forever EP:


Dracula Is Only the Beginning heißt jetzt der erste Longplayer der Band, die klanglich (und Cover-technisch) viel eher an der Hipster-infizierten Westküste einzuordnen wäre als im Heimatstaat von Dolly Parton. Allein schon das Opening-Sample auf "Chorus", mit dem das Album beginnt, lässt Chillwave-artige Sommervibes vermuten. 30 Sekunden und ein paar übersteuernde Drum- und Synth-Klänge, sowie Animal Collective-ähnliche "oooOOOooh"s später, weiß der Ottonormalverbraucher schon gar nicht mehr, was bei dieser Platte noch auf ihn zukommen wird. Auf "Brunettes" dann auch wieder ein ganz anderes Bild: Gitarren-getriebene Lo-Fi-Psychedelia über ge-muteden cowbells. "Très chic" würde der Franzose sagen... Mit "Thunderbirds" taucht die Band anschließend in "Push It to the Limit"-Gefilde ein; das Tempo wird noch einmal angehoben und wer jetzt nicht mitbounced, hat in diesem Leben schon verloren.. Ach, hört es euch doch einfach selbst an! Ich muss schließlich noch eine Hausarbeit schreiben.. Der Spaß kostet nur umgerechnete drei-fuffzich und ist, soviel kann ich versprechen, jeden Cent wert!

Real Numbers


Schrille Jangle-Gitarren und Hüpfball-Basslines, stolpernde Turbo-Punk-Drums und halb gelallte, auf Eingängigkeit programmierte Power Pop-Vocals: das ist der Sound der Real Numbers aus Minneapolis. Ihre Songs klingen wie von Dolly Mixture geschrieben und in einer Metalldose aufgenommen. Bisweilen erinnern die Herrschaften an die kultigen Brooklyner caUSE co-MOTION!. "Tear it in Two" ist der Name ihrer jüngsten Single und abgerundet von der starken B-Seite "Pinckney St." bedeutet sie knappe vier Minuten pure DIY-Garage-Pop-Goodness. Check it out via Styrofoam Drone.

Dienstag, 5. April 2011

Gruesome Flowers


Die Jungs und Mädels von Captured Tracks haben sich für den bevorstehenden Record Store Day etwas cooles einfallen lassen. Am 16. April legt das in Brooklyn ansässige Label zwei Singles der schottischen Post-Punker The Wake neu auf. "On Our Honeymoon" (1982) und "Crush the Flowers" (1989) umrahmen die Factory Records Periode der Band, die von New Order Manager Rob Gretton entdeckt wurde und bei der Bobby Gillespie (später Drummer von The Jesus and Mary Chain und Frontmann von Primal Scream) seinen musikalischen Anfang fand. In dem 7'' Bundle inbegriffen ist außerdem noch eine Cover-Single, auf der sich die Beach Fossils und Wild Nothing an zwei The Wake Nummern versuchen. Die Beach Fossils Version von "Plastic Flowers" wurde Pitchfork bereits zugespielt. Wild Nothing's Interpretation von "Gruesome Castle" lässt noch auf sich warten. Hier die beiden Singles mitsamt ihrer B-Sides und die gecoverten Originale:



Und hier noch The Wake live 1983, als frischgebackene Factory Records-Signees in Manchester:



Montag, 4. April 2011

Tomboy


Sein erstes Album schlug ein wie eine Bombe. Person Pitch war 2007 von keiner Jahres-Bestenliste wegzudenken. Als musikalischer Kopf des berüchtigten Animal Collectives ist Noah Lennox aka Panda Bear eine Art Heiligenfigur im Indie-Geschäft. Sein pünktlich zum Record Store Day am 16. April erscheinendes Album Tomboy ist daher das womöglich am sehnsüchtigsten erwartete Release des Jahres. Eine Großzahl der Tracks ist bereits in den letzten Wochen Stück für Stück ins Internet geraten. Gestern Nacht hat nun das National Public Radio einen Stream des kompletten Albums hochgeladen...

Get psyched!

Samstag, 2. April 2011

Free Swirlies!

In der letzten Woche hat die Musikvideo-Produzentin Christin Turner durch zwei neue Erzeugnisse auf sich aufmerksam gemacht. Zum einen ist das jüngste Dum Dum Girls Video für "He Gets Me High" auf ihrem Mist gewachsen, zum anderen enstammt außerdem das Videodebüt der Love Inks ihrer Feder.



Die aus Austin stammende dreiköpfige Indie Pop-Formation wird Ende des Monats ihr erstes Album E.S.P. via dem Berliner Label City Slang auf den Markt bringen. Der unbeschwerte Frühlings-Jangle mit Ohrwurmgarantie ihrer Vorstellungssingle, die wie eine fröhliche bei-Tag-Version von The xx klingt, bietet Grund zur Vorfreude.

Christin Turner ist im Übrigen kein unbeschriebenes Blatt in der Welt der Indie Musikvideos. Ihr träumerischer Aquarell-Stil passt so unmittelbar zu der Swirl Pop-Ästhetik, die Labels wie Sub Pop, Mexican Summer und Fat Possum derzeit vorantreiben, dass auch ihre Videos für Tamaryn und die Crocodiles wie matches made in heaven wirken.


Freitag, 1. April 2011

Africa/Brass

 
Let's keep in the family today.. Ich bin heute mal ein paar der weniger kanonischen Alben von FlyLo's berühmtem Großonkel John Coltrane durchgegangen und stieß dabei auf my new favorite Coltrane thing: Africa/Brass wurde 1961 aufgenommen und war Coltrane's erste Veröffentlichung auf dem Impulse! Label, das später auch verantwortlich war für Klassiker wie Live at Village Vanguard, Live at Birdland und natürlich A Love Supreme. Man hört hier passenderweise auch schon die deutlich impulsivere Spielweise der Saxophon-Koryphäe, und durch die Zusammenarbeit mit einer 15-köpfigen Bläsergruppe unter Leitung von Eric Dolphy, markierte das Album klanglich eine Art Aufbruch zu neuen Ufern für den ehemaligen Miles-Schützling. Neben dem Original-Release existieren noch weitere Aufnahmen von den Africa/Brass Sessions, die 1990 komplett veröffentlicht wurden. Ich habe hier mal, der Vollständigkeit halber, die Complete Sessions zusammengestellt. Die 1961er Album Version sollte aber auch in keiner Musiksammlung fehlen.

Shhh!


Flying Lotus. Shhh! EP. Anyone familiar? Eine sehr fette Scheibe aus dem Jahr 2008, die irgendwie inmitten seiner zahlreichen anderen Releases untergegangen zu sein scheint. Das Teil enthält Remixes zu Tracks von J Dilla, Madlib, Mr. Oizo, RJD2 und, ja, sogar von Timbaland. Aus FlyLo's Diskographie sticht die EP deswegen heraus, da auf ihr die Hip Hop Elemente wohl am prominentesten vertreten sind.